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Die Identität Bergrheinfelds ist stark mit der im Ort lebendigen Tradition verknüpft. Sie spiegelt sich in verschiedenen Bereichen wider. So in ganz markanten architektonischen Gestaltungselementen im Altort, die sich teilweise in modernen Wohngebieten wiederfinden, aber ganz besonders im gesellschaftlichen Leben:
Kirchweih - BergrheinfeldAm vorletzten Wochenende im August feiert Bergrheinfeld seine Kirchweih. Schon am Freitagabend spielt im Festzelt an der Holder- hecke eine Band auf. Am Samstag be- wegt sich ein bunter Festzug durch das Dorf. Dabei fahren die "Plüaburschen" - angeführt vom Kirchweihreiter - die beiden Planbäume zum Festplatz und stellen sie am Eingang auf. Anschließend tanzen dort die Plüapaare. Der uralte Brauch erfreut sich bei Jung und Alt großer Beliebtheit. Die Kirchweih dauert bis einschließlich Montag und wird von den Vereinen der Gemeinde ausgerichtet. Kirchweih - GarstadtIm Gemeindeteil Garstadt wird im November Kirchweih gefeiert. Zum Auftakt werden die Kirchweihfichten vor den Gaststätten aufge- stellt. Begleitet von den Dorfmusikanten ziehen die Fichtenburschen mit den Bäumen durchs Dorf. |  |
Maibaum aufstellenAm Vorabend des 1. Mai stellt der Bauernverband am Rathaus Bergrheinfeld und die Feuerwehr Garstadt am Feuerwehrhaus Garstadt mit Hilfe langer Stangen einen stattlichen Maibaum auf, der auch entsprechend "begossen" wird. |  |
SternsingerAm Dreikönigsfest gehen die Sternsinger von Haus zu Haus, singen ein Sternsingerlied und schreiben C + M + B (Christus mansionem benedicat - Chris- tus segne dieses Haus) mit geweihter Kreide an die Haustüren. In der Volksmeinung werden die Schriftzeichen als Caspar, Melchior und Balthasar gedeutet. |  |
Leiern in der KarwocheAm Gründonnerstag verstummen nach dem feierlichen Gloria in den katholischen Kirchen Orgel und Glocken. Dafür klappern und ratschen die "Leierbuben und -mädchen" und rufen dazu: "Wir laden die Leute (Kinder) zur Kirche (zum Kreuzweg) ein, das soll unser erstes (letztes) Zeichen sein!" - "Wir leiern den Englischen Gruß, den jeder Christ beten muß!" Der letzte Ruf hat sich seit der Jahrhundertwende (1900) im gleichen Wortlaut erhalten. |  |
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