Auszug aus dem Sitzungsprotokoll Seniorenbeirat vom 08.02.2011
1. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
Der Vorsitzende begrüßt die Mitglieder des Seniorenbeirates. Er stellt fest, dass die Sitzung ordnungsgemäß bekannt gemacht und geladen wurde; Beschlussfähigkeit ist gegeben. Einwände zur Tagesordnung werden nicht vorgebracht.
Das Protokoll der öffentlichen Sitzung vom 21.09.2010 wurde dem Seniorenbeirat zugesandt. Einwendungen werden nicht erhoben; damit gilt es als genehmigt.
2. Bestellung eines zusätzlichen Mitglieds in den Seniorenbeirat – Empfehlung an den Gemeinderat
Der Vorsitzende begrüßt Frau Doris Paul. Sie hat am Workshop für eine zukunftsorientierte Seniorenpolitik am 30.10.2010 teilgenommen und hat sich zur Mitarbeit im Seniorenbeirat bereit erklärt. Frau Paul kann sich vorstellen, künftig auch die Rolle der Koordinatorin zu übernehmen. Ihr Aufgabenbereich muss noch im Seniorenbeirat diskutiert und festgelegt werden.
Herr Wagner stellt klar, dass Frau Paul als Koordinatorin auf Grund des Aufgabenumfangs nicht rein ehrenamtlich tätig sein kann. Der GR hat darüber zu gegebener Zeit zu befinden.
Frau Paul stellt sich kurz vor.
Die Seniorenbeiräte sehen die Erfahrung von Frau Paul im Umgang mit Senioren als sehr positiv. Ihre Berufung in den Seniorenbeirat und die Absicht, sie als künftige Koordinatorin einzusetzen, wird allgemein befürwortet.
Vorsitzender Wagner schlägt vor, einen Empfehlungsbeschluss an den Gemeinderat zu fassen:
Der Seniorenbeirat empfiehlt dem Gemeinderat, Frau Doris Paul in den Seniorenbeirat zu berufen.
einstimmig
3. Bericht Landesseniorenrat
Vorsitzender Wagner, SBin Mohr, SBin Schramm und SB Götz haben an der Fachtagung des Landesseniorenrates am 03.11.2010 in Fürth teilgenommen.
Herr Wagner gibt einen kurzen Überblick über die Veranstaltung.
Nach dem Vortrag von Prof. Dr. Rudolf Tippelt, LMU München, über „Altersbilder und Bildungsinteressen älterer Menschen in einer ‘Gesellschaft des langen Lebens‘" referierte Dr. Stefan Krämer, Wüstenrot Stiftung, über „Demographische Entwicklungen und Konsequenzen für das Wohnen zu Hause“. Anschließend nahmen die Seniorenbeiräte an verschiedenen Foren teil:
- Frau Mohr: Wohnen im Alter - Betreuungs- und Wohnformen (Bericht siehe Anlage)
- Frau Schramm: Demenz - niedrigschwellige Betreuungsangebote
- Herr Götz: Seniorengenossenschaften (Herr Götz wird demnächst noch genauer darüber informieren.)
- Herr Wagner: Aufgaben der kommunalen Seniorenvertretungen anhand von Beispielen
Die Rede von Staatsministerin Christine Haderthauer beendete die Veranstaltung.
Der Bayerische Landesseniorenbeirat ist bisher noch eine kleine Vereinigung, er befindet sich im Aufbau. Es gibt noch keine Untergliederungen. Herr Wagner regt an, über eine Mitgliedschaft der Gemeinde im Landesseniorenbeirat nachzudenken.
o.w.B.
4. Bericht Netzwerktreffen Seniorenpolitik
Der Vorsitzende gibt bekannt, dass der Landkreis Schweinfurt nach wiederholtem Nachhaken von Frau Grob einen Zuschuss in Höhe von 600 Euro für den Senioren-Workshop gewährt hat. Er bedankt sich bei Frau Grob für ihren Einsatz.
Herr Wagner berichtet über das 1. Netzwerktreffen zukunftsorientierte Seniorenpolitik der bayerischen Workshopkommunen unter der Leitung von Wolfgang Wähnke, Bertelsmann Stiftung, das am 17.12.2010 in München stattfand.
Ziel des Netzwerktreffens ist es, sich untereinander auszutauschen, voneinander zu lernen, sich gegenseitig zu unterstützen und Impulse zu geben.
Zunächst wurden die Evaluationsergebnisse der Workshops und der Netzwerkbefragung vorgestellt. Die wichtigsten in den Workshops erarbeiteten Ziele sind eine Verbesserung der Vernetzung, der Kommunikation und der Infrastruktur (auch soziale) sowie eine Förderung des Ehrenamtes. Die wichtigsten Maßnahmenvorschläge betreffen die Infrastruktur (u.a. öffentlicher Treff für Senioren, Fahrdienst, Versorgung im Innenraum) und das Ehrenamt (ehrenamtlicher Hilfsdienst für Senioren). Das Thema Vernetzung wurde anschließend noch weiter vertieft. Die Netzwerkpartner lassen sich vier Gruppen zuordnen: Promotoren, Skeptiker, die es zur konstruktiven Mitarbeit zu motivieren gilt, Bremser und Widerständler, die schwer bis unmöglich zu überzeugen aber wichtig für konstruktive Kritik sind. Verschiedene Datenbanken bieten weiterführende Informationen und zeigen gute Beispiele (www.demographie-konkret.de).
5. Anforderungen an einen Seniorenraum in der geplanten barrierefreien Wohnanlage Schweinfurter Straße 1
Da die notwendigen Parkplätze mangels Platz nicht im Umfeld des Hauses geschaffen werden können, finden auf dem Gelände in der Schweinfurter Straße 1 zurzeit Baugrunduntersuchungen statt, um zu prüfen, ob der Bau einer Tiefgarage möglich ist.
Die Hausärztliche Gemeinschaftspraxis in Bergrheinfeld, Dr. Schott/Dr. Schmier, beabsichtigt, so die Bedingungen akzeptabel sind, eine Außenstelle in Grafenrheinfeld einzurichten, und die Praxisräume in Bergrheinfeld vom derzeitigen Standort in die Schweinfurter Straße 1 zu verlagern. Derzeit werden Gespräche mit dem Investor geführt.
Folgende Anforderungen an den in der Schweinfurter Straße 1 geplanten Seniorenraum werden genannt:
- Größe insgesamt ca. 100 qm, teilbar
- Toiletten, auch Behinderten-WC
- Büro für den Koordinator
- Küchenzeile (auch für Mittagstisch – Essen auf Rädern)
- Abstellraum, Lager für Getränke, etc.
- Leseecke, Spielecke, PC-Ecke, technische Ausstattung für Vorträge
- gute Belüftung
- gut zugänglich, aber dennoch ein geschützter Raum
- einladende, wohnliche Gestaltung, nicht nur unter funktionalen, praktischen Aspekten
SBin Stark hält den Raum mit 100 qm für zu groß. Größere Veranstaltungen sollten ihrer Ansicht nach im Pfarrheim durchgeführt werden.
Herr Wagner erwidert, dass der Seniorenraum nicht als Konkurrenz zum Pfarrheim zu sehen ist. Der Seniorentreff soll von den Senioren selbst organisiert werden. Hier soll kein Gewinn erwirtschaftet werden, Getränke etc. sollen kostengünstig abgegeben werden, damit sich alle Senioren leisten können, sich hier aufzuhalten. Private Feiern können hier nicht stattfinden. Der Raum steht als öffentlicher Raum allen Bürgern offen, nicht nur den Bewohnern der Schweinfurter Straße 1.
SB Müller äußert Bedenken bezüglich der Selbstorganisation des Treffs. Ausgehend von seinen Erfahrungen beim TSV fürchtet er, dass sich nicht genügend Leute finden, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Er fragt nach bereits existierenden Projekten.
SB Werner verweist auf verschiedene Mehrgenerationenhäuser, in denen ähnliche Treffs eingerichtet wurden. In jedem Fall muss ein Thekendienst koordiniert werden und es muss jemand da sein, der den Treff abends abschließt.
SB Götz nennt das Mehrgenerationenhaus in Haßfurt, in dem sich ein Senioren-Café befindet. Er schlägt vor, dort eine Führung zu organisieren.
o.w.B.
6. Akquirierung von Alltagsbegleitern – Fragebogen „Ehrenamtliches Engagement“
Als Diskussionsgrundlage dient der vom Vorsitzenden Wagner und der Verwaltung erstellte Fragebogen (siehe Anlage).
Frau Paul informiert, dass die Diakonie einen Kurs zur Ausbildung von Altersberatern durchführt, wenn sich genügend Interessenten melden.
Zurzeit gibt es laut Herrn Wagner sehr viele Menschen, die frühzeitig in Rente gehen und die deshalb zeitliche Ressourcen haben. Dieser Personenkreis soll mit dem Fragebogen bevorzugt angesprochen werden.
Der Fragebogen wird wie in der Sitzung besprochen geändert. Der überarbeitete Fragebogen wird an die SB-Mitglieder weitergegeben. Weitere Änderungsvorschläge können an die Verwaltung gemeldet werden. Wenn keine Reklamationen eingehen, kann der Fragebogen verteilt werden.
Der Fragebogen wird an alle Bürger und Bürgerinnen ab 18 Jahren verteilt (Stichtag!). Auf Anregung von SB Werner wird ein Testlauf in kleinerem Kreis durchgeführt. Dazu soll jedes SB-Mitglied den Fragebogen von 2 - 3 Personen im Familien- oder Bekanntenkreis ausfüllen lassen. Der Testlauf soll bis zur nächsten Sitzung abgeschlossen sein.
Die Fragebogenaktion wird in den Berger Nachrichten angekündigt und näher erläutert.
SB Rudloff regt an, bereits in der Bürgerversammlung darüber zu informieren.
SB Rudloff regt an, bereits in der Bürgerversammlung darüber zu informieren.
7. Anfragen und Informationen
a) Freiwilligen-Agentur des Landkreises Schweinfurt
SB Müller verweist auf den Artikel in der heutigen Ausgabe des Schweinfurter Tagblatts über den Aufbau einer Freiwilligen-Agentur im Landkreis Schweinfurt. Er fragt, inwieweit die Gemeinde daran beteiligt ist und ob hier nicht parallel zu unserem Projekt „Freiwilliges Engagement in Bergrheinfeld“ ein Netzwerk aufgebaut wird, das unser Projekt überflüssig macht.
Vorsitzender Wagner will Kontakt mit der Projektmanagerin aufnehmen und Informationen einholen. Eventuell lädt er sie in eine Sitzung des Seniorenbeirats ein.
b) SBin Stark informiert, dass die Bushaltestelle Steg/Hbf in der Ernst-Sachs-Straße in Schweinfurt in die Nähe der Fußgängerampel beim SKF-Betriebsgebäude verlegt worden ist. SB Werner ergänzt, dass zusätzlich eine neue Haltestelle in der Nähe der Hahnenhügel-brücke eingerichtet worden ist. Die Lage der Haltestelle war Thema in der Sitzung des Seniorenbeirats am 22.06.2011.






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