Da wippten die Füße im Takt der Musik, als im Rock'n'Roll-Sound das Sexualleben des Bocks näher beleuchtet wurde. Es war der Auftakt zu einem herzerfrischenden, lustigen Abend, an dem der Bock gleich in zweifacher Weise im Mittelpunkt stand. Zum einen besangen die Musiker den Bock in allen Variationen, zum anderen hatte Franz Berwind gleich zwei Böcke mit dabei: Fridolin und Elsa, zwei Bockpfeifen, denen er ungeahnte Töne entlockte und vergessen ließ, dass der Bock eigentlich als Instrument für volkstümliche Musik gespielt wird.
Spätestens beim Gummi-Mambo merkten die Zuhörer wie Franz Berwind auf seinem Bock zauberte, wie er volkstümliche Musik in Take-five-Sound umsetzte und sich in Chuck-Berrys "Go, go, go Jonny, go, go, go" zu seiner Leidenschaft, dem Bockspielen, bekannte. Mit dem Lied auf das Geislein "Alfina, Alfina, Alfina, dein Huf und dein Horn mir gefällt" nach der Melodie von "Marina, Marina, Marina" zog er die Lacher auf seine Seite. Und was der Franz dem Bock an Tönen nicht entlocken konnte, das setzte Steffi mit dem Akkordeon drauf. Die Tonherstellung in beiden Musikinstrumenten ist ähnlich, deshalb ergänzen sie sich so gut. Die gebotenen spritzigen Bearbeitungen verschiedener Musikstile, angefangen von Klassik, Barock über Operettenmelodien, Polkas und bayerische Ländler bis hin zum "Schuld war nur der Bocka-Nova" und der Titanic "Hymn of the sea" lassen erahnen, welch breites und außergewöhnliches Musikspektrum den Zuhörern geboten wurden. Mit zwei Zugaben verabschiedete sich das Bock-Duo vom begeisterten Publikum, das den Künstlern mit lautstarkem Applaus dankte.
